Die Wärmepumpe – der beste Freund nicht nur im Winter, sondern auch während Hitzewellen

Šilumos siurblys prie namo vasarą ir žiemą – IGLU Inuit Mono lauko blokas

Jokūbas Lukenskas, IGLU TECH Techninių pardavimų kompetencijos vadovas

Für viele wird eine Wärmepumpe ausschließlich mit dem Heizen im Winter verbunden. Doch da Hitzewellen in Europa immer häufiger und intensiver werden, stellt sich ganz natürlich die Frage nach der Kühlung der eigenen vier Wände. Die gute Nachricht ist: Eine moderne Wärmepumpe entwickelt sich zu einem effizienten, ganzjährig arbeitenden Haussystem für Raumklima. Sie sorgt im Winter für Wärme und garantiert im Sommer angenehme Kühle.

Kühlung wird immer relevanter

Moderne Häuser der Klasse A++ halten Wärme hervorragend. Leider auch dann, wenn sie nicht gebraucht wird – während sommerlicher Hitzewellen. Aufgrund großer Fensterflächen, hoher Dichtheit und starker Dämmung kann sich ein solches Haus stark aufheizen, besonders wenn der Kühlung bei der Planung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Dann denken die meisten sofort an eine Klimaanlage. Und das ist völlig nachvollziehbar – schließlich ist die Wärmepumpe vor allem als nachhaltigere und effizientere Alternative zum Kessel bekannt. Dennoch ändert sich die Situation, und moderne Systeme können deutlich mehr: Sie kümmern sich ganzheitlich um das Raumklima im Haus.

Wärmepumpe oder Klimaanlage?

Eine Klimaanlage ist oft eine vernünftige Wahl, besonders wenn ein oder mehrere Räume schnell gekühlt werden müssen. Diese Technologie ist ausreichend vertraut, zudem lockt Käufer auch der attraktive Preis für die Installation des Systems.

Dennoch kann eine Wärmepumpe eine noch logischere Lösung sein. Moderne Wärmepumpen entwickeln sich zu einem zentralen System, das das Haus heizen, Warmwasser bereiten und im Sommer in allen Räumen eine angenehme Temperatur halten kann.

Viele sind überrascht zu erfahren, dass sowohl Sole/Wasser- als auch Luft/Wasser-Wärmepumpen ein Haus viel gleichmäßiger und effizienter kühlen können als eine herkömmliche Klimaanlage. Wichtig ist nur zu beachten, dass sich die Kühlprinzipien dieser beiden Systeme unterscheiden: Das eine arbeitet aktiv, das andere passiv.

Wie kühlt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Illustration der IGLU Inuit Mono Luft-Wasser-Wärmepumpe: Außengerät am Haus und Inneneinheit im Gebäudeinneren

Illustration der Luft-Wasser-Wärmepumpe IGLU Inuit Mono

Dies ist aktive Kühlung, bei der der Kompressor mithilfe von Strom Kälte erzeugt. Einfach ausgedrückt arbeitet die Pumpe wie eine Klimaanlage, bereitet jedoch statt kalter Luft kühles Wärmeübertragungsmedium (Wasser) auf.

Im Winter sammelt die Pumpe Wärme aus der Außenluft und gibt sie an das Haus ab. Im Sommer kehrt der Kompressor den Kreislauf um: Die Wärme wird dem Haus entzogen und nach draußen abgeführt, während das abgekühlte Wasser durch Fußbodenheizkreise, Decken-Kapillarsysteme oder Fan-Coils zirkuliert und die Räume gleichmäßig kühlt.

Wie kühlt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Illustration der IGLU Aleut Sole-Wasser-Wärmepumpe: Geothermiekollektor im Erdreich und Inneneinheiten

Illustration der Sole-Wasser-Wärmepumpe IGLU Aleut

Das ist passives Kühlen, dessen Prinzip noch einfacher ist: Das System erzeugt keine Kälte, sondern entnimmt sie einfach dem Erdreich.

In einer Tiefe von mehreren Dutzend Metern ist die Temperatur das ganze Jahr über stabil. Daher wird im Sommer aus der Bohrung ein 8–12 °C kühles Thermofluid (je nach Bohrung) ins Haus geleitet. Der Kompressor läuft nicht – es drehen sich nur die Umwälzpumpen, sodass der Stromverbrauch minimal ist: Die Umwälzpumpe benötigt nur 60–90 W pro Stunde. Somit werden pro Tag für die passive Kühlung lediglich etwa 2–3 kW Strom verbraucht.

Was zusätzlich benötigt wird

Damit die Kühle die Räume erreicht, braucht sie einen „Weg“. Diesen bilden Flächen oder Geräte, über die das kühle Thermofluid (Wasser) die Kälte an die Zimmer abgibt. Herkömmliche Heizkörper eignen sich dafür in der Regel nicht: Ihre Fläche ist zu klein, und auf kalten Oberflächen würde sich Kondensat bilden.

In der Praxis werden daher drei Lösungen eingesetzt:

  • Gebläsekonvektoren. Das sind kompakte Geräte mit Ventilator, die an das Innengerät einer Klimaanlage erinnern (nur dass durch sie kühles Wasser statt Gas strömt). Gebläsekonvektoren kühlen einen Raum am schnellsten, da die Kälte direkt über die kühle Oberfläche des Wärmetauschers eingeblasen wird.
  • Fußbodenheizkreise. Es sind dieselben Rohrleitungen, die im Winter den Boden heizen und im Sommer sanft kühlen können. Eine leise und unsichtbare Art der Kühlung, ideal für eine konstante, gleichmäßige Temperaturhaltung.
  • Kapillares Deckensystem. Tai tankus plonų vamzdelių tinklas lubose, veikiantis panašiai kaip grindų vėsinimas, tik iš viršaus. Vėsa maloniai „leidžiasi“ žemyn, sistema visiškai negirdima ir neužima vietos. Visgi, Lietuvoje ši sistema išlieka sąlyginai brangi.

Ein weiteres wichtiges Systemelement – ein Pufferspeicher (Akkumulationsspeicher).Das ist ein Wasserbehälter, der die vom Wärmepumpenaggregat bereitgestellte Kälte sammelt und gleichmäßig verteilt. Der Speicher ermöglicht der Pumpe einen stabilen Betrieb ohne häufiges Ein- und Ausschalten – so arbeitet das System effizienter und hält länger.

Konkretes Beispiel

Für ein A++-Haus mit 120 m² werden typischerweise etwa 6 kW Heizleistung benötigt – danach wird die Wärmepumpe ausgewählt. In einem solchen Haus kann sowohl ein Luft-Wasser- als auch ein Sole-Wasser-System installiert werden.

Der wichtigste Effizienzindikator einer Wärmepumpe ist der COP (Leistungszahl) – er zeigt, wie viele Kilowatt Wärme die Wärmepumpe aus einem Kilowatt Strom erzeugt. Der SCOP ist derselbe Kennwert, nur über die gesamte Saison betrachtet.

Vergleichen wir zwei IGLU Lösungen, die sich sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eignen:

KriteriumIGLU Inuit Mono (Luft–Wasser)IGLU Aleut (Sole–Wasser)
WärmequelleAußenluftErdreich (Bohrungen oder Kollektor)
HeizeffizienzCOP 3,8–4,5 (SCOP ~4,0)COP 5,5–6,5 (SCOP ~6,2)
KühlmethodeAktiv – die Kälte wird vom Kompressor erzeugtPassiv – natürliche Erdreichkühle
Stromverbrauch für KühlungGeringer im Vergleich zu herkömmlichen Klimageräten (1 kW Strom → 4 kW Kälte)Minimal – es laufen nur die Umwälzpumpen (1 kW Strom → 15 kW Kälte)
InstallationsaufwandMittel – Außengerät und internes Verteilungssystem, keine Erdarbeiten erforderlichKomplex – vertikale Bohrungen oder horizontale Kollektoren erforderlich
InstallationspreisMittlere Anfangsinvestition. Die Kosten für Ausrüstung und Arbeiten liegen normalerweise zwischen 7 und 15 Tsd. Euro.Höhere Anfangsinvestition. Die Kosten für Ausstattung und Arbeiten liegen in der Regel zwischen 15 und 35 Tsd. Euro.
Langlebigkeit~15–20 m.Pumpe ~20–25 m, Bohrung – 50+ m.
Für wen es am besten geeignet istFür Häuser ohne Möglichkeit für Bohrungen, kleinere Grundstücke, für einen schnelleren und günstigeren StartFür Bauherren mit langfristiger Perspektive, die die niedrigsten Rechnungen und die günstigste Kühlung anstreben

Das Wichtigste ist ein individueller Ansatz

Jedes Haus und die Bedürfnisse seiner Bewohner sind einzigartig. Welche Lösung am besten geeignet ist (klassische Klimaanlage, Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe), sollte eine individuelle Objektbewertung bestimmen. Die Wahl hängt von der Größe des Hauses, dem Grundstück/Boden, der Bauweise des Objekts, dem Wärmeschutz des Gebäudes, dem geplanten Budget und den Installationsfristen ab. Entscheiden Sie sich daher danach, was Ihr Haus tatsächlich braucht. Wichtig ist, dies gemeinsam mit Fachleuten bereits in der Planungsphase zu tun.

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